…getreu diesem Motto und den mittlerweile schon vielen boesen Emails, die ich bekommen hab, denke ich, ist wieder mal an der Zeit fuer einen neuen Eintrag! Ich wuerde und werde natuerlich wieder oefter schreiben, aber ich steh hier so unter Strom (weit ueber die ueblichen 220V hinaus), dass ich schon fast eine Sekretaerin gebrauchen koennte!
Am 15.08. sind wir auf traditionelle Siteseeing Tour durch die New Territories gegangen. Highlight war der Tempel der 10.000 Buddhas. Was einem bei dem Reisefuehrer verschwiegen wird: der Tempel ist auf einer Anhoehe gelegen. Die 10.000 Buddhas (die Zahl halt ich fuer einen Marketing Gag, nachgeprueft hab ich’s jedoch nicht) reihen sich vom Fuss des Berges bis zum Tempel hinauf. Wenn man also die Buddhas sehen will, heisst es Treppen steigen! Auch diese habe ich nicht nachgezaehlt, aber hier koennte tausend wirklich realistisch sein.
Es war (wie immer) sehr warm und die Sonne schien. Wir waren permanent am Wasser trinken, sodass jeder von uns allein an diesem Nachmittag rund vier Liter getrunken hat. Das Interessante, keiner musste waehrend der gesamten Tour auf Toilette…
(Dort wo die Haeuser beginnen, startet die Treppe)
Der Tempel ist ziemlich schmuck. Sehr viel gold, sehr viel rote Toene. Ausserdem diehnt er als Grabstaette. Die Verbrennung und Aufbewahrung in Urnen ist hier Tradition. Dazu gibt es dann auch immer ein groesseres Haus, welches von oben bis unten an den Waenden mit kleinen Grabsteinen (15 x 15cm) ausgestattet ist, wohinter sich die Urnen befinden. In der Mitte des Hauses steht ein Tisch, auf dem Gaben niedergelegt werden. Anders als bei uns, wo es sich fast ausschliesslich um Blumen handelt, legt man hier auch Obst und Gemuese hin. Etwas skuril fand ich allerdings die geoeffnete aber volle Dose Bier! Vor jedem Haus gibt es dann immer nochmal ein Schrein in dem Raeucherstaebchen angezuendet werden. Ist ein Teil der Kultur kann ich verstehen, kommt aber bei 35Grad C, 90 % Luftfeuchte und nach tausenden Treppen ziemlich unangenehm!
Ausserdem waren wir noch in einem weiteren Tempel, der aber nur zur Huldigung diente und auch erst vor wenigen Jahren errichtet wurde.
Dritter Punkt war ein traditionelles altes chinesisches Wohnviertel. An fuer sich sehr Eindrucksvoll. Es laesst sich erkennen, wie man freuher lebte, aber alles sehr stark ueberpraegt. Unterhalb mit aussenliegenden Strom- und Abwasserleitungen, sowie Fliesen an den Waenden sehr britisch 80er Jahre lastig. Ab Dachkannte dann wieder relativ traditionell aber verfallen. Ausserdem geht das Flair bei den nebenstehenden Hochhaeusern verloren.
In der Bahnstation, die dort in der Naehe ist, war auf dem Dach Snoopy-World. Das konnten wir uns natuerlich als eingefleischte Snoopy Fans nicht entgehen lassen! War aber eher was fuer Kinder. Allerdings hatten wir trotzdem unseren Spass ;-)


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