Aha, also am Ende des Blocks steht dann „HongKong Hongkong“, wobei das zweite einen Link darstellt. Anschliessend auf das Suchsymbol klicken und viola, da ist die Position!
Der Abend war der absolute Kracher! Wir waren in einer Bar namens O-Zone, welches die hoechste Bar der Welt ist. Sie gehoert zum Ritz Carlton Hotel, welches das hoechste Hotel der Welt und auch das hoechste Gebaeude (ICC - International Commerce Center) Hong Kongs darstellt.
Im obersten Geschoss des Gebaeudes befand sich die Bar. Dass es dementsprechend luxurioes war, brauch ich an dieser Stelle nicht extra erwaehnen. Ein huebsches Gimmick: der Fahrstuhl hatte sich durch Dimmer und Farbwechsel an die Beleuchtung der Bar langsam angepasst waehrend der Fahrt. Es gab auf der Herrentoilette eine Servicekraft zum aufhalten der Tuer. Ich denke aber nicht als Service, sondern eher um den Fingerabdruecken an der polierten Edelstahltuer entgegen zu wirken. Eine zweite Servicekraft wartet am Waschbecken um einem ein Baumwollhandtuch zu reichen und im Nachhinein die Amatouren wieder zu pollieren. Es gab viele solcher kleineren Sachen mit enormer Wirkung, wie ich denke. Man hatte keinen Eintritt zu zahlen, wenn man jedoch eine der Sitzecken beanspruchen wollte, gab es einen Mindestbestellwert fuer den Tisch. Der lag je nach Groesse und Sitzplatzanzahl zwischen 200 und 400 EUR. Wir waren genug Leute und der Preis war auch so hoch, dass man das locker in der ersten Runde uebertrifft. Das Beste waren aber eigentlich die Fensterbaenke/ Sitzecken an den Aussenfenstern. Da die Bar nochmals einen aeusseren Ring aufwies, der zwar nach aussen hin durch Fenster abgeschottet, aber nach oben hin geoeffnet ist, was sich auf dem folgenden Bild gut erkennen lässt.
Der Ausblick auf HK Island und seine Skyline war phaenomenal. Ich hab nicht viele Fotos geschossen. Zum Einen ist die Belichtungszeit meiner Kamera zu lange, sodass bei dunklen aufnahmen, man lange stillhalten muss. Bei nahen Entfernungen kein Problem. Bei allem was weiter weg ist, wie die Skyline von HK Island im Hintergrund, ist jeder Millimeterruckler eine riesen Veraendungen des Hintergrundes und daher in der Regel unscharf. Zum Anderen outet man sich als popliger Touri, wenn man permanent am Fotoschiessen ist, was natuerlich in der Bar auch nicht gerne gesehen ist.
Demzufolge haben wir uns entschieden richtig auf die Kacke zu hauen. Ben und ich tranken 18 Jahre alten Whiskey 4cl (kostet 15 EUR/ Glas). Danach gab‘s Wein – natuerlich europaeischer – fuer die Flasche 65 EUR. Das schoene, wir bekamen unseren eigenen Kellner, der mit Weinkuehler neben uns stand und uns nachgoss, wenn wir wollten. Das Billigste war uebrigens das Wasser fuer 9 EUR 20ml – aber wie gesagt, war uns zu billig ;-) Preislich war nach oben nahezu alles offen, wobei wir uns trotzdem auf die etwas guenstigeren Sachen beschraenkt haben. Die Preise sind zwar schon teuer, aber fuer europaeische Verhaeltnisse noch durchaus billig. Bei uns wuerde derselbe Luxus gleich mal locker das Zehnfache kosten, denke ich. Die Klientel ist ebenfalls sehr ausgewaelt (hat man zumindest das Gefuehl, weil’s fuer HKer Durchschnittsverhaeltnisse wirklich nicht bezahlbar ist) und komplett durchmischt, sowohl was das Alter betrifft als auch die Herkunft der Gaeste. Man merkt ebenfalls, wenn man sich einmal was richtig teures gegoennt hat, ist es bedeutend einfacher mit Leuten in der Umgebung ins Gespraech zu kommen. Weil auf beiden Seiten die Hemmschwelle sinkt. Ausserdem weiss ja niemand, dass wir nur arme Studenten sind und wiederum kann ich mir ja auch nicht sicher sein, dass das, was mir erzaehlt wird, der Wahrheit entspricht?! Auf jeden Fall ein sehr gelungener Abend mit erstklassiger Atmosphaere und nettem aber sehr belanglosem Smalltalk. Koennen wir leider nur nicht all zu oft wiederholen. Was ich letztlich an dem Abend bezahlt habe, behalte ich lieber fuer mich. Mutti wuerde mir sonst die Spesen kuerzen, wozu sie vielleicht allen Grund haette?!
Toms Reisebericht vom 8900km entfernten Hong Kong für seine Lieben Daheim.
Montag, 1. August 2011
Hong Kong Vice
Ich schreib schon wieder vom Beuro aus. Nachdem der Bericht letzten Freitag abgeben wurde, ist hier etwas Ruhe eingekehrt. Einige Kollegen reden sogar davon, diese Woche mal puenktlich Feierabend zu machen. Das Glaube ich aber erst, wenn ich’s sehe ;-)
Ich habe mir ueberlegt, der Anschaulichkeit halber meinen Standort zu markieren, wo ich war. Ich weiß aber auch noch nicht genau, wie das gleich aussehen wird und wie man das markiert. Wir werden sehen.
Das Wocheende wollte ich eigentlich mal nutzen, um etwas ausspannen und zu relaxen, hat auch eigentlich ganz gut geklappt. Ausgeruht und fit fuer die Woche fuehle ich mich trotzdem nicht. Vielleicht kommen wir dahinter, woran das liegt, wenn wir gemeinsam analysieren, was ich so an einem “gewoehnlichen Wocheende” in Hong Kong getrieben hab:
Am Samstag waren wir an der Tai Tam Bay Wakeboarden (wie Snowboardfahren im Wasser, nur gezogen von einem Motorboot). Wir waren zu viert und hatten uns ein Boot (inkl. Kapitaen – wenn man das so nennen will) und Ausruestung gemietet. Ben und Michl hatten das schon oefters gemacht und waren nahezu Profis. Sah bei den wirklich sehr beeindruckend aus mit Spruengen und Lupings und allem.
Hingegen Hendrik und ich wollten es auch unbedingt mal ausprobieren und waren dann aber doch ueberrascht, wie schwierig das ist. Das Problem ist es, ueberhaupt erstmal aus dem Wasser rauszukommen mit dem Board. Wenn man das nicht innerhalb weniger Sekunden schafft, wird die Wasserkraft vor dem Board einfach irgendwann zu hoch, dass man zwangslaeufig das Seil zum Boot loslassen muss.
Ich habs nur einmal geschafft, aus dem Wasser raus zu kommen, davon gibt es leider keine Fotos, weil die Geduld der anderen nicht so hoch war, permanent die Kamera auf mich zu richten. Als sie sie dann eingeschaltet hatten, war ich aufgrund gleichgewichtsschwierigkeiten schon wieder im Wasser gelandet. Aber ich will es auf jeden Fall erneut probieren. Dann aber mit Skiern, das soll laut Ben einfacher sein. Mal sehen, ich halt Euch auf dem laufenden was das betrifft. Aber alleine fuer die Bootstour hat’s sich gelohnt. Die Umgebung war wirklich Traumhaft und mit der Titelmelodie von Miami Vice in den Ohren hat das ganze ein Atemberaubenes Flair!
Freitag, 29. Juli 2011
Diesmal ist mir kein kreativer Titel eingefallen
Mittwochnacht um 0200 standen auf einmal ein Securitykerl des Wohnheims, eine Chinesin und ein anderer Kerl mitten in - bis dahin - meinem Zimmer. Im Zimmer heisst vor meinem Bett, weil nirgendwoanders Platz ist zum stehen ist. Ich war so perplex, dass ich erstmal aufgesprungen bin (ich trug aufgrund der Hitze nicht mehr als eine Unterhose(zum Glueck hatte ich zumindest die an!). Anschliessend habe ich die Leute auf deutsch vollgequatscht (weil ich noch benebelt vom Schlaf war), was sie von mir wollen. Nach rund 5 Minuten ist mir aufgefallen, dass der Kerl zum einen deutsch anwortet und demzufolge deutsch verstehen muss. Kurz um: mein Mitbewohner war da. Kommt aus Jena, studiert irgendwas mit Physik und wird fuer sechs Wochen mit mir zusammen wohnen. Mehr hab ich bisher nicht herausgefunden. Da wir bis nachts um 0400 quatschten und ich auch zwangslauefig solange wach war, bis er auch endlich ins Bett ging, fuehlte und sah ich heute morgen natuerlich dementsprechend scheisse aus. Ein perfekter Moment also um das ID Foto fuer die company zu schiessen! Mal sehen wie’s wird.
Update: den oberen Text hatte ich gestern bereits geschrieben. Als ich nachhause kam Tag war die Butze auf einmal wieder leer. Kein Marcel, keine Nachricht, keinerlei Beweise, dass er je existiert hat! Ich fuehl mich so benutzt ;-)
Gesternabend war ich mit Martin am Hafen. Wir haben uns ein (naja ich will nicht luegen, eigentlich waren es sieben p.P.) Feierabend Biere mit Blick auf die HK Island Skyline gegoennt . Wir haben mal ein paar Sachen ausprobiert. Es gibt eine Sorte namens Tin Tsao, die vergleichbar mit deutschen Pils ist. Ich glaube, ich habe sie in Deutschland auch schon oefters gesehen beim Schnellchinesen und auch schon mal getrunken. Die Anderen sind geschmacklich her auch nicht schlecht, haben aber fuer mein Verstaendnis mit Bier recht wenig zu tun. Nennen wir’s mal liebevoll Frauenbier. Dann kann sich zumindest Alex was drunter vorstellen ;-)
Ich hab heute eine Unteredung mit der Kaffedame gehabt, weil sie mir immer die Tasse klaut, wenn der Tee endlich nur noch lauwarm/ kalt geworden ist und mir wieder heissen Neuen gibt. Sie konnte nicht verstehen, warum man den Tee kalt trinken sollte?! Aber ich hab auch schon festgestellt, warum die Chinesen den Tee heiss/ warm, weil nach 10 Minuten wird der bereits so bitter, weil er so stark ist. Die hauen an eine Kanne (vllt 1.5 Liter) fast 10 Beutel rein, obwohl mir gerade auffaellt, dass das vllt nicht die selben Beutel koennten, wie wir haben?! Dies gilt es zu pruefen! Lirum Larum: ich mach mittlerweile nochmal die Haelfte Wasser ran, weil sich ansonsten jeder Muskel meines gesichtes verzieht. Eigentlich ungewoehnlich, weil Tee nachdem er in der Tasse ist, ja nicht mehr zieht… eigentlich… aber hier tickt so einiges anders, nicht nur die Uhren. Wir waren am Wochenende in einem speziellen Teeladen und haben uns die klassische Zubereitungs- und Servierweise von Kung Fu Tea angeschaut. Der hat allerdings nichts mit der Kampfsport zu tun. Soll ein roter Tee sein (hab zuvor allerdings noch wie was von roten Tees gehoert) und wird staerker je oefter man ihn aufbrueht. Klingt komisch, ist aber so! Ist wiederum aber kein Perpetuum Mobile, sodass er nach dem sechstem oder siebentem Durchgang wieder schwaecher wird. Hab ihn aber nicht gekauft, schmeckt naemlich scheisse und vor allem noch viel bitterer als der tee im Buero!
PS: Es befinden sich keine Umlaute in dem Text, weil ich das grad vom Buero aus tippe. Die Tastatur ist hier etwas gewoenungsbeduerftig, da viele der Kuerzel einen anderen Platz haben und ich mich fuer Kleinigkeiten manchmal zu Tode suche. Unpraktischer Weise nutz ich dann abends meine deutsche Tastatur am Notebook und vertipp wiederum erneut - ein Teufelskreis.
Dienstag, 26. Juli 2011
2. Tag
Heute von 0800 bis 2100 gearbeitet. Nicht weil ich's musste, sondern weil ich's konnte und die Projekte so unglaublich interessant sind, dass sich's wirklich gelohnt hat. Die machen hier so heiße Sachen mit GIS, wenn ich wiederkomme verdien ich mit GIS workshops mein Geld ;-)
Man bekommt hier so viel Lob und Anerkennung für das, was man leistet und weil es wirklich keine sinnlosen Beschäftigungsmaßnahmen sind, sondern riesen Projekte an denen bestimmt nicht nur einige 100.000 EUR hängen und meine Karten eins zu eins in den Reports wiedergegeben werden, ist das echt ein gutes Gefühl! Meine Kollegen wollten mich nach Hause schicken, aber ich hab mich nicht abdrängen lassen, meinen Part zur Gruppe zu leisten. Zum Abschluss gab es sogar noch ein Abendessen sponsoring by Chef, bevor ich nach Hause ging und die anderen zurück an die Arbeit. Ihr Ehrgeiz ist aber echt beneidenswert, davon könnten sich die Deutschen zumindest eine kleine Scheibe abschneiden.
Man bekommt hier so viel Lob und Anerkennung für das, was man leistet und weil es wirklich keine sinnlosen Beschäftigungsmaßnahmen sind, sondern riesen Projekte an denen bestimmt nicht nur einige 100.000 EUR hängen und meine Karten eins zu eins in den Reports wiedergegeben werden, ist das echt ein gutes Gefühl! Meine Kollegen wollten mich nach Hause schicken, aber ich hab mich nicht abdrängen lassen, meinen Part zur Gruppe zu leisten. Zum Abschluss gab es sogar noch ein Abendessen sponsoring by Chef, bevor ich nach Hause ging und die anderen zurück an die Arbeit. Ihr Ehrgeiz ist aber echt beneidenswert, davon könnten sich die Deutschen zumindest eine kleine Scheibe abschneiden.
Montag, 25. Juli 2011
Big Time
Ums mit dem Worten von Peter Gabriel auszudrücken:
"I've had enough,
I'm getting out to the city,
the big big city.
I'll be a big noise with all the big boys.
My heaven will be a big heaven
and I will walking through the front door."
So in etwa hab ich mich heute morgen gefühlt, als ich festgestellt habe, dass mein Arbeitgeber in einem der teuersten Shopping Malls in HK (in einem der kleineren Flügel davon ist eine Eislaufbahn - einfach so zwischen zwei Läden mit nahezufast der Größe eines Eishockyfeldes) gleich die oberen 3 Etagen gemietet hat und einer DER global player in Sachen Ingenierbüros weltweit ist. Ja, CDM ist ebenfalls einer, aber die Niederlassung von Ove Arup and Partners in HK ist das Hauptquartier von gesamt Asien, daher ist die Relation doch eine etwas andere. Absolut alles ist nobel und upper class. Überall weißer und schwarzer Marmor in Kombination mit Glas und gebürstetem Edelstahl. Insgesamt arbeiten rund 2000 Leute in diesem Standort und zum Teil sehr viele Europäer. Es gibt einen, der jeden Tag durch alle Büros geht und die Tastatur und die Bildschirme reinigt. Dreimal am Tag kommt eine Putzfrau. Es gibt sogar Angestellte, die nur in einem Büro (ca. 300qm, jeder und auch ich hat so eine Pappbox mit 5qm, wie in amerikanischen Filmen) die dazu da ist, jedem (mich eingeschlossen) ein Getränk seiner Wahl (hauptsächlich Tee 5 Sorten, Kaffe oder Wasser) nach zu gießen, wenn er das möchte. Das hat schon all-inclusiv Stil! Ich hab wie gesagt, meine eigene Box mit 2 Bildschirmen und wirklich alles was man braucht.
Ich arbeite in Untergruppe der Abteilung der Geotechniker, die sich mit GIS (digitalen Karten und deren Erstellung, Analyse und Interpretation am PC) beschäftigen. Sie arbeiten ebenfalls mit ArcGis und Surfer und sind wirklich super nett und erklären mir alles. Ich hab keine eigene Aufgabe, ich bekomme von allen wie gewohnt etwas zugeteilt, wenn sie Hilfe benötigen. Am Anfang noch recht simple Dinge, die sich aber sicherlich steigern werden. Heute habe ich seismologische (erdbebenbezogene) Karten von HK bearbeitet. Dabei geht es darum zu erkennen, aufgrund welchen geologischen Untergrundes es gefährlich ist Tunnel oder Gebäude zu bauen und welche Sicherheitsstandards sie bei einem Bauvorhaben erfüllen müssen, ein Projekt von der Regierung in HK.
Alle sind überaus nett (der typische chinesische Stil eben) und alle duzen sich, auch in den höheren Positionen. Es arbeiten sehr viele junge Leute hier, die gerade erst ihren Bachelor/ Master beendet haben. In den höheren Positionen als Gruppen-, Bereichs- oder Abteilungsleiter dann eher die Älteren ab 40 aufwärts. Obwohl ich das Alter bei Asiaten schwer einschätzen kann.
Offiziell gibt es einen Dresscode aus Anzughose und Hemd, wo ich am Anfang sehr überrascht war, weil man das in Deutschland nicht gewohnt ist. Erst recht nicht von Geowissenschaftlern und erst recht nicht als Student. Ich fragte meine Gruppenleiterin, aber sie meinte, in unserer Abteilung ist es normal, wenn wir dunkle hose/Jeans/Schuhe/Sneaker und irgendein Polo tragen, was ich allerdings in Hose stecken sollte, denke ich ;-) Weil sie es auch nicht gewohnt sei, dass Geowissenschaftler im Anzug herum rennen. Ich habe auch viele von den jungen als auch älteren Leuten gesehen, die sich nicht dran halten. Lediglich in der oberen Etage sollte man vorsichtig sein, aber die öffnet sich erst in paar Jahren für mich, denke ich (hoffentlich). Am Donnerstag muss ich ein Hemd und Krawatte tragen, weil da Fotoshooting ist. Dann erscheine ich auch als neuer Mitarbeiter im Netzwerk und bekomme meinen Firmenausweis mit Foto und allem. Ich weiß nicht genau, ob ich auf der offiziellen Webseite erscheinen werde, aber wenn das der Fall ist, werde ich das selbstverständlich Posten.
Ich habe auch meine erste Gehaltserhöhung bekommen von 10% (auf jetzt 5500 HKD, rund 500 EUR) weil der Chef (allerdings weiß ich nicht genau welcher) der Meinung war, dass dies die Motivation und mein Engagement fördert, zumindestens sagte das die Sekretärin zu mir. Demzufolge habe ich auch gleich mal Überstunden geleistet, sodass ich von 8:30 bis 18:30 auf Arbeit war. Allerdings ist es für HKers normal von 8 bis 20 uhr zu arbeiten, ebenso am Wochenende, wenn's notwendig ist. Überweisungen zu europäischen Konten sind sehr unbeliebt, da sie aber auch nicht wollten, dass ich mir extra ein chinesisches Konto anlege, haben wir vereinbart, dass ich einen Barcheck bekomme, was ich schon immer mal ausprobieren wollte ;-)
Fotos folgen irgendwann, da ich mir im Moment so eingeschüchtern vorkomme, dass ich es mir nicht traute, welche zu machen. Aber im Laufe der Zeit, wenn I will become one of the Big Boys, werden welche folgen ;-)
"I've had enough,
I'm getting out to the city,
the big big city.
I'll be a big noise with all the big boys.
My heaven will be a big heaven
and I will walking through the front door."
So in etwa hab ich mich heute morgen gefühlt, als ich festgestellt habe, dass mein Arbeitgeber in einem der teuersten Shopping Malls in HK (in einem der kleineren Flügel davon ist eine Eislaufbahn - einfach so zwischen zwei Läden mit nahezufast der Größe eines Eishockyfeldes) gleich die oberen 3 Etagen gemietet hat und einer DER global player in Sachen Ingenierbüros weltweit ist. Ja, CDM ist ebenfalls einer, aber die Niederlassung von Ove Arup and Partners in HK ist das Hauptquartier von gesamt Asien, daher ist die Relation doch eine etwas andere. Absolut alles ist nobel und upper class. Überall weißer und schwarzer Marmor in Kombination mit Glas und gebürstetem Edelstahl. Insgesamt arbeiten rund 2000 Leute in diesem Standort und zum Teil sehr viele Europäer. Es gibt einen, der jeden Tag durch alle Büros geht und die Tastatur und die Bildschirme reinigt. Dreimal am Tag kommt eine Putzfrau. Es gibt sogar Angestellte, die nur in einem Büro (ca. 300qm, jeder und auch ich hat so eine Pappbox mit 5qm, wie in amerikanischen Filmen) die dazu da ist, jedem (mich eingeschlossen) ein Getränk seiner Wahl (hauptsächlich Tee 5 Sorten, Kaffe oder Wasser) nach zu gießen, wenn er das möchte. Das hat schon all-inclusiv Stil! Ich hab wie gesagt, meine eigene Box mit 2 Bildschirmen und wirklich alles was man braucht.
Ich arbeite in Untergruppe der Abteilung der Geotechniker, die sich mit GIS (digitalen Karten und deren Erstellung, Analyse und Interpretation am PC) beschäftigen. Sie arbeiten ebenfalls mit ArcGis und Surfer und sind wirklich super nett und erklären mir alles. Ich hab keine eigene Aufgabe, ich bekomme von allen wie gewohnt etwas zugeteilt, wenn sie Hilfe benötigen. Am Anfang noch recht simple Dinge, die sich aber sicherlich steigern werden. Heute habe ich seismologische (erdbebenbezogene) Karten von HK bearbeitet. Dabei geht es darum zu erkennen, aufgrund welchen geologischen Untergrundes es gefährlich ist Tunnel oder Gebäude zu bauen und welche Sicherheitsstandards sie bei einem Bauvorhaben erfüllen müssen, ein Projekt von der Regierung in HK.
Alle sind überaus nett (der typische chinesische Stil eben) und alle duzen sich, auch in den höheren Positionen. Es arbeiten sehr viele junge Leute hier, die gerade erst ihren Bachelor/ Master beendet haben. In den höheren Positionen als Gruppen-, Bereichs- oder Abteilungsleiter dann eher die Älteren ab 40 aufwärts. Obwohl ich das Alter bei Asiaten schwer einschätzen kann.
Offiziell gibt es einen Dresscode aus Anzughose und Hemd, wo ich am Anfang sehr überrascht war, weil man das in Deutschland nicht gewohnt ist. Erst recht nicht von Geowissenschaftlern und erst recht nicht als Student. Ich fragte meine Gruppenleiterin, aber sie meinte, in unserer Abteilung ist es normal, wenn wir dunkle hose/Jeans/Schuhe/Sneaker und irgendein Polo tragen, was ich allerdings in Hose stecken sollte, denke ich ;-) Weil sie es auch nicht gewohnt sei, dass Geowissenschaftler im Anzug herum rennen. Ich habe auch viele von den jungen als auch älteren Leuten gesehen, die sich nicht dran halten. Lediglich in der oberen Etage sollte man vorsichtig sein, aber die öffnet sich erst in paar Jahren für mich, denke ich (hoffentlich). Am Donnerstag muss ich ein Hemd und Krawatte tragen, weil da Fotoshooting ist. Dann erscheine ich auch als neuer Mitarbeiter im Netzwerk und bekomme meinen Firmenausweis mit Foto und allem. Ich weiß nicht genau, ob ich auf der offiziellen Webseite erscheinen werde, aber wenn das der Fall ist, werde ich das selbstverständlich Posten.
Ich habe auch meine erste Gehaltserhöhung bekommen von 10% (auf jetzt 5500 HKD, rund 500 EUR) weil der Chef (allerdings weiß ich nicht genau welcher) der Meinung war, dass dies die Motivation und mein Engagement fördert, zumindestens sagte das die Sekretärin zu mir. Demzufolge habe ich auch gleich mal Überstunden geleistet, sodass ich von 8:30 bis 18:30 auf Arbeit war. Allerdings ist es für HKers normal von 8 bis 20 uhr zu arbeiten, ebenso am Wochenende, wenn's notwendig ist. Überweisungen zu europäischen Konten sind sehr unbeliebt, da sie aber auch nicht wollten, dass ich mir extra ein chinesisches Konto anlege, haben wir vereinbart, dass ich einen Barcheck bekomme, was ich schon immer mal ausprobieren wollte ;-)
Fotos folgen irgendwann, da ich mir im Moment so eingeschüchtern vorkomme, dass ich es mir nicht traute, welche zu machen. Aber im Laufe der Zeit, wenn I will become one of the Big Boys, werden welche folgen ;-)
Sonntag, 24. Juli 2011
Ankunft und Allgemeines
Welcome to HK!
Als erstes muss ich sagen, dass alles hervorragend funktionert hat. Ich bin super zufrieden zum Einen mit meiner eigenen Organisation, als auch mit der Organisation hier vor Ort. Alle kümmern sich sehr gut um mich, damit ich nicht im Trouble der Massen untergehe. Der Chinese im Allgemeinen ist so unglaublich kackfreundlich, das man sich sogar manchmal verarscht vorkommt. Ich wurde von zwei IAESTE Leuten abgeholt, die beide einen Kopf kleiner waren als ich und dazu sehr schmächtig, aber ließen nicht locker unbedingt meinen schweren Koffer tragen zu wollen. Nach 10minütiger Diskusion, haben sie ihn bekommen und waren ganz stolz, dass sie mir helfen können, obwohl ihn beide tragen/ ziehen mussten, weils für einen chinesen zu schwer war.
Es sind vor allem europäische Austauschstudenten vor Ort (Polen, GB, Spanien, Griechenland, Schweiz, Österreich und auch ein oder zwei weitere Deutsche, die aber bisher nicht kennengelernt hab.) Zusammen sind wir ca. 20 Leute, die aber alle unterschiedlichen Fachrichtungen nachgehen und alle untersachiedliche Jobs haben. Ich bin auch mit einer der Einzigen, die in einer privaten Firma arbeiten. Die meisten arbeiten als Hiwis für die Uni.
Mein Zimmer ist für deutsche Verhältnisse sehr klein, aber ich bin kaum hier, deshalb ist das egal. Nächste Woche kommen neue Austauschstudenten, da werd ich mir das Zimmer teilen müssen. Bisher bin ich aber alleine. Der Luxusstandart ist relativ hoch mit Klimaanlage, Kühlschrank, Internet, Telephone usw.
An diesem Punkt gleichmal: ich hab eine chinesische Simkarte mir gekauft; meine Nummer: +852 67475422. Meine deutsche Simkarte ist seit meiner Ankunft aus und ich werde sie auch während des gesamten Zeitraumes nicht nutzen. Das telefonieren in HK ist verdammt günstig. Eine Minute kostet knapp 0,05 EUR, das SMS Paket (beinhaltet 3000!!! SMS) kostet 0,80 EUR (Für Franzi vllt ein Grund auszuwandern ;-)
Ich hab zwei Fotos geschossen eins nach links und rechts von meinen Zimmer aus (10. Etage). Es ist definitiv nicht die beste Aussicht, aber den klassischen Euroäer hauts aus den Latschen:
Einige interessante Infos sind, dass HK die Metroplen mit der geringsten Kriminalitätsrate ist (weltweit) und alles ist sehr sauber - nicht mal Zigarettenstummel sind auf der Straße.
Als erstes muss ich sagen, dass alles hervorragend funktionert hat. Ich bin super zufrieden zum Einen mit meiner eigenen Organisation, als auch mit der Organisation hier vor Ort. Alle kümmern sich sehr gut um mich, damit ich nicht im Trouble der Massen untergehe. Der Chinese im Allgemeinen ist so unglaublich kackfreundlich, das man sich sogar manchmal verarscht vorkommt. Ich wurde von zwei IAESTE Leuten abgeholt, die beide einen Kopf kleiner waren als ich und dazu sehr schmächtig, aber ließen nicht locker unbedingt meinen schweren Koffer tragen zu wollen. Nach 10minütiger Diskusion, haben sie ihn bekommen und waren ganz stolz, dass sie mir helfen können, obwohl ihn beide tragen/ ziehen mussten, weils für einen chinesen zu schwer war.
Es sind vor allem europäische Austauschstudenten vor Ort (Polen, GB, Spanien, Griechenland, Schweiz, Österreich und auch ein oder zwei weitere Deutsche, die aber bisher nicht kennengelernt hab.) Zusammen sind wir ca. 20 Leute, die aber alle unterschiedlichen Fachrichtungen nachgehen und alle untersachiedliche Jobs haben. Ich bin auch mit einer der Einzigen, die in einer privaten Firma arbeiten. Die meisten arbeiten als Hiwis für die Uni.
Mein Zimmer ist für deutsche Verhältnisse sehr klein, aber ich bin kaum hier, deshalb ist das egal. Nächste Woche kommen neue Austauschstudenten, da werd ich mir das Zimmer teilen müssen. Bisher bin ich aber alleine. Der Luxusstandart ist relativ hoch mit Klimaanlage, Kühlschrank, Internet, Telephone usw.
An diesem Punkt gleichmal: ich hab eine chinesische Simkarte mir gekauft; meine Nummer: +852 67475422. Meine deutsche Simkarte ist seit meiner Ankunft aus und ich werde sie auch während des gesamten Zeitraumes nicht nutzen. Das telefonieren in HK ist verdammt günstig. Eine Minute kostet knapp 0,05 EUR, das SMS Paket (beinhaltet 3000!!! SMS) kostet 0,80 EUR (Für Franzi vllt ein Grund auszuwandern ;-)
Ich hab zwei Fotos geschossen eins nach links und rechts von meinen Zimmer aus (10. Etage). Es ist definitiv nicht die beste Aussicht, aber den klassischen Euroäer hauts aus den Latschen:
Einige interessante Infos sind, dass HK die Metroplen mit der geringsten Kriminalitätsrate ist (weltweit) und alles ist sehr sauber - nicht mal Zigarettenstummel sind auf der Straße.
Abonnieren
Posts (Atom)





